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PollenPro im Überblick
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Pollenarten
Generell ist der Pollenflug stark vom Wetter abhängig. So fangen die Pflanzen erst ab einer bestimmten Temperatur an zu blühen und je heißer es wird, desto größer ist meist auch die allergische Belastung.
Zudem sorgt starker Wind dafür, dass die Pollen weiter und dadurch besser verbreitet werden - auch dadurch nehmen die Beschwerden zu. Ein wahrer Segen für Allergiker ist hingegen kräftiger Regen, der dafür sorgt, dass die Pollenkonzentraion in der Luft sinkt. Vor allem bei andauernden Niederschlägen und tieferen Temperaturen ist die allergische Belastung meist nur schwach ausgeprägt.Die Angaben zu den folgenden Pollenarten sind also als Richtwerte zu verstehen. Alle Pollentypen sind weit verbreitet in unseren Breitengraden, blühen über das Jahr verteilt und sind dadurch für Allergiker von größter Relevanz.
Erle (Alnus)
Saison: Januar bis April mit Schwerpunkt von Mitte Februar bis Mitte März (ab Temperaturen > 5°C)
Blüte der Grün-Erle (vor allem im Gebirge) beginnt erst im Juniallergene Potenz: mäßig stark bis stark
Kreuzreaktion: Birkenpollen
Vorkommen: Bachläufe, Ufer von Seen und Flüssen
Hasel (Corylus)
Saison: Januar bis März mit Schwerpunkt im Februar (ab Temperaturen > 5°C)allergene Potenz: mäßig stark bis stark
Kreuzreaktion: Birkenpollen
Vorkommen: vorwiegend an Waldrändern
Birke (Betula)
Saison: Mitteleuropa März bis Mai mit Schwerpunkt im April (ab Temperaturen > 15°C)
Blüte im Norden und im Gebirge erst im Mai und Juniallergene Potenz: sehr stark
Kreuzreaktion: mit Vertretern der Ordnung der Buchenartigen (Fagales)
Vorkommen: helle und kühle Regionen, kaum Vorkommen in warmen Klimazonen (Mittelmeerraum)
Roggen (Secale)
Saison: Mai bis Juli mit Schwerpunkt im Juni
allergene Potenz: sehr stark (höchste allergene Potenz unter allen Gräsern)
Kreuzreaktion: wichtigster Auslöser einer Gräserpollenallergie
Vorkommen: sehr verbreitet, weil anspruchslose Getreideart (widerstandsfähig gegenüber Nässe, Trockenheit und Winterkälte)
Gräser (Poaceae)
Saison: Ende April bis August (bei manchen Arten sogar bis September) mit Schwerpunkt im Mai (in West- und Mitteleuropa)
allergene Potenz: allergische Beschwerden vor allem durch hochwachsende Gräser der Futterwiesen, wie Lieschgras (Phleum), Knäuelgras (Dactylis), Glatthafer (Arrhenaterum) oder Raygras (Lolium)
Kreuzreaktion: stark mit anderen Gräserarten
Vorkommen: verbreitet
Beifuß (Artemisia)
Saison: Juni bis September mit Schwerpunkt Mitte August (in Mitteleuropa)
Blüte im Norden tendenziell früher, im Mittelmeergebiet eher späterallergene Potenz: stark bis sehr stark
Kreuzreaktion: mit vielen anderen Korbblütlern, besonders mit Pollen der Ambrosia
Vorkommen: auf ungepflegten Flächen, an Wegrändern und Ufern
Ambrosia artemisiifolia
Saison: August bis Oktober mit Schwerpunkt von Mitte August bis September
das Keimen der Ambrosia, auch bekannt als Beifuß-Ambrosie oder Beifußblättriges Traubenkraut, beginnt schon im Märzallergene Potenz: extrem stark
Kreuzreaktion: mit fast allen Korbblütlerpollen - besonders mit Beifußpollen, aber auch mit Goldrute (Solidago), Sonnenblume (Helianthus), Kamille (Matricaria chamomilla), Arnika (Arnica montana) sowie allen Blumen, die wie Margariten oder Gänseblümchen aussehen
Vorkommen: verbreitet, nur im Mittelmeerraum und in den Alpen seltener (benötigt ausreichend Niederschläge im Sommer)
Schimmelpilz (Fungi)
Saison: ganzjährig: die Sporen der unterschiedlichen Schimmelpilzarten werden zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Menge freigesetzt
die Cladosporium- und Alternaria-Arten haben ihren Schwerpunkt von Juli bis Septemberallergene Potenz: variiert bei den unterschiedlichen Sporenarten
Kreuzreaktion: zu anderen Schimmelpilz-Spezies
Vorkommen: überall, besonders in verrottenden organischen Materialien
Die oben genannten Pollenarten sind für Allergiker deshalb so von Bedeutung, weil sie ausnahmslos über den Wind verteilt werden.
Das liegt vor allem daran, dass Größe und Gewicht der Pollen gering ausfallen, so dass sie vom Wind leicht über weite Strecken transportiert werden können. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Allergiker mit diesen Pollen in Kontakt kommen.
Die Pollen anderer Pflanzen sind zu schwer um vom Wind fortgetragen zu werden, so dass die allergische Belastung bei diesen Pollenarten schwächer ist.
